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Gerlind Vollmer
vollmer@berliner-journalistenbuero.de
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Jahrgang 1969, Studium in Münster, Lyon und Berlin. Volontariat an der Evangelischen Journalistenschule
in Berlin. Arbeitet als VJ und Reporterin für Deutsche Welle-TV, als Dozentin für die Akademie der Deutschen
Welle sowie als Autorin für öffentlich-rechtliche Hörfunksender (u.a. WDR, DLF, SWR). Dort vornehmlich
internationale Reportagen z.B. aus Iran, Kasachstan oder Südamerika. Daneben auch Print-Autorin mit
Schwerpunkt auf sozialen Themen.
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Themenschwerpunkte |
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Internationale Politik, Soziales, Natur, Kultur und Gesellschaft
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Zugvögel am Bodensee
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Prof. Berthold: „Ganz genau. So wunderbar.“
Reporterin: „Ehhhhhh“
Prof. Berthold: „So ist es goldrichtig. So hat man ihn sicher im Griff und passiert nix.
Reporterin: „Jetzt habe ich ein Bein verloren“
Prof. Berthold: „Ja, dann müssen wir ihn noch mal nehmen.
Gar nicht so einfach, ein Rotkehlchen zu halten. Professor Berthold erklärt mir, was ich machen muss: Oberhalb
der Fersengelenke fassen, die Finger ganz dicht an den Körper, damit der Vogel sich nicht die Beine auskugelt.
Der Ornithologe nimmt mich mit zur Halbinsel Mettnau am Bodensee. Hier betreibt die Vogelwarte Radolfzell seit
30 Jahren eine Fangstation. Wir spannen die Netze, schon verfängt sich die erste Blaumeise. Ein Griff und Heidi
Schmid hat das Tier befreit.
VJ-Reportage, DW-TV, Oktober 2009
Zugvögel am Bodensee, anschauen auf YouTube
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Weltnaturerbe Wattenmeer
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Das Wattenmeer in Deutschlands hohem Norden. Für mich eine öde, platte Landschaft. Bei Ebbe kann man hier nicht
einmal baden. Im Urlaub zieht es mich immer in die Berge. Rainer Rehm zeigt mir die Geheimnisse unter dem Schlick.
Dialog mit Nationalpark-Ranger Rainer Rehm
Reporterin: „Was ist das?“
Rainer Rehm: „Das ist der Wattwurm, der bekannteste Bewohner hier im Wattenmeer. Wunderschönes Exemplar“
Das Wattenmeer zieht sich von Dänemark bis zu den Niederlanden. Eine Landschaft, entstanden durch den Wechsel
der Gezeiten. Seit kurzem sind weite Teile WeltNATURerbe. Rainer Rehm ist hier Ranger. Er hält das Ökosystem für
mindestens genauso spektakulär wie den Gran Canyon oder die Galapagos-Inseln.
VJ-Reportage, DW-TV, Juli 2009
Weltnaturerbe Wattenmeer, anschauen auf YouTube
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Der Industriekletterer
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Klettern ist mein Hobby. Doch wie ist es, wenn man sein Hobby zum Beruf macht? Ich treffe den Industriekletterer Steffen Burdack und will wissen, was das Besondere an seinem harten Job ist. Steffen nimmt mich mit auf seine Baustelle, unter dem Dach einer Bank in Berlin.
Atmo-O-Ton Steffen Burdack: “An der Zwischensicherung immer einen Karabiner umklinken und erst dann den zweiten lösen. Damit auch wirklich nichts passiert. Und die rutschen alleine nach die Karabiner.”
Um den Edelstahl des Kunstwerks nicht zu zerkratzen steigen wir von oben auf die Skulptur im Innenhof der Bank. Einmal im Jahr muss die komplexe Plastik gereinigt werden, ein Werk des Star-Architekten Frank Gehry. Zusammen mit seinem Kollegen Thorsten Kirstein macht Steffen das nun schon zum siebten Mal.
Steffen Burdack: “Das sind Wäschereste und das sieht aus wie ein Schlüpfer hier, immer lustig, was man da so zur Verfügung gestellt kriegt.”
Thorsten kümmert sich erst mal um meine Sicherheit. Mit zwei Seilen bindet er mich ein. Doppelt hält besser.
Ich folge den beiden zu ihrem luftigen Arbeitsplatz und genieße die ungewöhnliche Perspektive. Steffen muss schweißtreibend arbeiten. Er poliert Zentimeter für Zentimeter.
VJ-Reportage, DW-TV August 2008
Industriekletterer, anschauen auf YouTube
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Bluesmesse - die Anfänger der Friedensbewegung in der DDR
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Atmo-O-Ton 1, Bluesmesse 29. Februar 1980, Pfarrer
Eppelmann: "Wir wollen ganz herzlich begrüßen,
die, die um die Ecke wohnen oder auch die, die aus Leipzig oder
Jena gekommen sind. Euch allen ein herzliches Willkommen."
- Atmo frei - Klatschen -
Atmo-O-Ton 2, Bluesmesse 29. Februar 1980 Pfarrer Eppelmann:
"Wir wollen aber auch versuchen Hoffnungen zu wecken und
Möglichkeiten aufzuzeigen, wie unsere Welt ein Stück dem
Frieden näher kommen kann. Und das alles soll eingebunden
werden von der Musik, die ihr liebt, dem Blues. Uns allen einen
guten Gottesdienst."
- Musik Blues-Song - (liegt unter Sprecherin-Text)
Sprecherin: 29. Februar 1980. Die Friedrichshainer
Samariterkirche platzt aus allen Nähten. Überall sitzen,
stehen und drängeln sich Jugendliche. Bei Eiseskälte
harren Hunderte vor den Türen des überfüllten
Gotteshauses aus. Sie sind aus der ganzen DDR nach Berlin
gekommen. In der Szene hat sich rumgesprochen, dass hier etwas
passiert, was nicht alltäglich ist und wenig mit einem
normalen Gottesdienst zu tun hat. Es ist eine Mischung aus
Konzert, Happening und politischer Veranstaltung. aus: Gesendet
als Zeitlupe'von swr2 am 8. November 2005.
swr2, Zeitlupe, 8. November 2005.
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Stadtplanung im Iran - eine ungewöhnliche Kooperation
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Atmo: 4 x Telefon-Klingeln
Asad Mahrad am Telefon: Mahrad. Ah, hallo it's Moghadam,
how are you? Yes, ehm,, ja, you got my e-mail, yes? We would like
to come on the end of January .(
)"
Sprecherin: Letzte Vorbereitungen für die Reise der
deutschen Delegation in den Iran. Wie eigentlich jedes Mal gibt es
Probleme mit dem Visum. Asad Mahrad wühlt auf seinem überladenen
Schreibtisch in Stapeln von Papier. Dann findet er den richtigen
Zettel.
Asad Mahrad am Telefon: "Now we have the list of
participants and we would like to get the visas from you, so could
you please send us invitation for all group?"
Sprecherin: Wahrscheinlich kommt das Visum erst am Tag
vor dem Abflug. Doch Asad Mahrad ist zuversichtlich. Er hat
Erfahrung mit iranischer Bürokratie. Vor vier Jahren war er
der erste, der nach der Revolution von 1979 wieder iranische
Studierende nach Deutschland gebracht hat. Der Studentenaustausch
war nur der Anfang.
WDR 5, Neugier genügt, Januar 2005.
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Der lange Weg zurück ins Leben. Menschen am Rand der
Gesellschaft - ein Beispiel aus Halle |
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Auf dem niedrigen Couchtisch liegt eine einzige Glückwunschkarte,
daneben eine angebrochene Schachtel Pralinen. Auf dem Sofa stapeln
sich dicke Aktenordner, am Fenster lehnen zwei Beinprothesen, auf
dem Küchenfußboden stehen leergetrunkene Glühweinflaschen.
Draußen gesichtlose, verkommene Plattenbauten. Horst Langner
lebt in Halle-Neustadt. Vergangene Woche ist er 50 Jahre alt
geworden, die Karte ist von seiner Sozialarbeiterin.
Der Zivildienst, Heft 2/2004.
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