Simon Ehlers


Simon Ehlers

ehlers@bjb-online.de

 

 
 

Geboren 1967, Diplom-Studium Chemie (Schwerpunkt Biochemie) an der Universität Hamburg, Aufbaustudium Wissenschaftsjournalismus an der Freien Universität Berlin

 

 
 

Themenschwerpunkte

 
 

Biowissenschaften, von Biologie und Biochemie über Medizin bis zu Psychologie. Interessiert an den verschiedenen Erklärungsebenen für das Mensch-Sein. Intern gilt Simon als Hardcore-Wissenschaftsschreiber und freut sich heimlich über das Kopfschütteln der anderen.

 

 
 

Wozu die ganze Liebesmüh?

 
 

Gerade die Dinge, die uns erst zu Menschen und das Leben interessant machen, scheinen die Frage nach einem biologischen Zweck auszuschließen. Kunst, Musik, Literatur, auch Religion, Philosophie und Moral folgen ihren eigenen Regeln. Und doch überschreiten amerikanische Evolutionsbiologen in den letzten Jahren immer wieder ihre Fachgrenzen. Ermutigt durch die Erfolge der Genetiker und Verhaltensforscher, wollen sie kulturelle Phänomene auf ein biowissenschaftliches Fundament stellen. ...

Ein Evolutionspsychologe erklärt, warum die Menschheit Sprache und Kunst, Moral und Humor erfunden hat. Seine verblüffende Antwort: Diese Hervorbringungen des menschlichen Gehirns machen sexy. Wer gut erzählen kann, wer witzig, kreativ und anständig ist, ist auch als Partner attraktiv.

(Psychologie Heute, Dezember 2001)
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Blut für jede Lebens- und Todeslageobe

 
 

Ein kleiner Betrieb in einer Nebenstraße im Norden Berlins. Über den Hof führt der Weg in eine hohe Arbeitshalle. Neonlicht erfüllt den Raum, geschäftig-knappe Wortwechsel schwirren hin und her. In der Nähe des offenen Hallentores stehen blaue Fässer mit Blut; auf der tiefroten Oberfläche schwimmen schaumige Schlieren. Es sieht aus wie von frisch geschlachteten Tieren und könnte noch warm sein. ...

Die Berliner Firma Kryolan liefert 20 Sorten Kunstblut an Theater und Filmstudios

(Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2000)
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Wo ich war, als Kennedy starb

 
 

Wer hat noch nicht über sein schlechtes Gedächtnis geflucht? Etwa wenn man im Supermarkt ratlos vor den gefüllten Regalen steht und nicht mehr weiß, welche absolut unverzichtbare Zutat für das Abendessen mit Freunden noch fehlt. Oder man trifft an der Kasse überraschend eine alte Bekannte, kann sich aber partout nicht an ihren Namen erinnern. Das zweite Beispiel zeigt schon, dass es "das" eine Gedächtnis nicht gibt: Man erkennt das Gesicht der Bekannten ja durchaus wieder und weiß auch noch, wie und wo man sich kennen gelernt hat. Nur ist der Abruf des Namens gerade blockiert. ...

Erinnerungen entstehen, wenn sich Nervenzellen im Gehirn zu neuen Netzwerken verbinden – das kann für kurze Zeit sein oder auf Dauer. Die Neurobiologie findet immer genauer heraus, was bei diesen Prozessen geschieht.

(Finanancial Times Deutschland, 8. Dezember 2000)
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