| |
Gerade die Dinge, die uns erst zu Menschen und das Leben
interessant machen, scheinen die Frage nach einem biologischen
Zweck auszuschließen. Kunst, Musik, Literatur, auch
Religion, Philosophie und Moral folgen ihren eigenen Regeln. Und
doch überschreiten amerikanische Evolutionsbiologen in den
letzten Jahren immer wieder ihre Fachgrenzen. Ermutigt durch die
Erfolge der Genetiker und Verhaltensforscher, wollen sie
kulturelle Phänomene auf ein biowissenschaftliches Fundament
stellen. ...
Ein Evolutionspsychologe erklärt, warum die Menschheit
Sprache und Kunst, Moral und Humor erfunden hat. Seine verblüffende
Antwort: Diese Hervorbringungen des menschlichen Gehirns machen
sexy. Wer gut erzählen kann, wer witzig, kreativ und anständig
ist, ist auch als Partner attraktiv.
(Psychologie Heute, Dezember 2001)
weiterlesen?
|
|
| |
Ein kleiner Betrieb in einer Nebenstraße im Norden
Berlins. Über den Hof führt der Weg in eine hohe
Arbeitshalle. Neonlicht erfüllt den Raum, geschäftig-knappe
Wortwechsel schwirren hin und her. In der Nähe des offenen
Hallentores stehen blaue Fässer mit Blut; auf der tiefroten
Oberfläche schwimmen schaumige Schlieren. Es sieht aus wie
von frisch geschlachteten Tieren und könnte noch warm sein.
...
Die Berliner Firma Kryolan liefert 20 Sorten Kunstblut an
Theater und Filmstudios
(Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2000)
weiterlesen?
|
|
| |
Wer hat noch nicht über sein schlechtes Gedächtnis
geflucht? Etwa wenn man im Supermarkt ratlos vor den gefüllten
Regalen steht und nicht mehr weiß, welche absolut
unverzichtbare Zutat für das Abendessen mit Freunden noch
fehlt. Oder man trifft an der Kasse überraschend eine alte
Bekannte, kann sich aber partout nicht an ihren Namen erinnern.
Das zweite Beispiel zeigt schon, dass es "das" eine Gedächtnis
nicht gibt: Man erkennt das Gesicht der Bekannten ja durchaus
wieder und weiß auch noch, wie und wo man sich kennen
gelernt hat. Nur ist der Abruf des Namens gerade blockiert. ...
Erinnerungen entstehen, wenn sich Nervenzellen im Gehirn zu
neuen Netzwerken verbinden das kann für kurze Zeit
sein oder auf Dauer. Die Neurobiologie findet immer genauer
heraus, was bei diesen Prozessen geschieht.
(Finanancial Times Deutschland, 8. Dezember 2000)
weiterlesen?
|
|