Ist Cluster-Förderung das Patentmittel
für die Industriepolitik? In regionalen Netzwerken sollen
Unternehmer und Wissenschaftler gemeinsam Strategien entwickeln, um
Produktivität und Innovationskraft zu bündeln. Nach
welchen Kriterien sollten langfristige Kooperationen zwischen
Wirtschaft und Wissenschaft gemanagt werden? Trotz aller Euphorie
– es gibt auch kritische Stimmen.
„Das größte Problem
war“, erinnert sich Gerhard Fettweis, „die High
Potentials überhaupt ins Flugzeug zu locken“. Welche
Spitzenforscher aus den USA zog es schon Mitte der Neunziger zum
Vorstellungsgespräch nach Dresden? Doch bereits nach dem
ersten Rundgang durch die Stadt waren die jungen Chipentwickler
begeistert: von der Semper Oper, der kreativen Atmosphäre an
der TU, aber vor allem von der Erkenntnis, dass viele innovative,
miteinander vernetzte Firmen vor Ort Job-Alternativen anboten, wenn es
mit dem ersten Auftraggeber nicht wie erwartet klappen sollte.
Seit seinen Erfolgen mit Systemonic AG (heute Philips
Semiconductors Dresden), Radioplan GmbH und Signalion gilt Gerhard
Fettweis als "Gründerkönig" der TU Dresden. Den
Professor des Vodafone Lehrstuhls Mobile Communications Systems
prägten die Jahre, als in der Region mit „Sillicon
Saxony“ eines der führenden europäischen
IT-Cluster für Halbleiter- Elektronik- und
Microsystemeindustrie geschaffen wurde. Heute erzielen 225
Mitgliedsfirmen drei Milliarden Euro Umsatz. Hersteller, Zulieferer,
Dienstleister, Hochschulen und Forschungsinstitute
beschäftigen insgesamt über 17.000 Mitarbeiter. Die
Breitenwirkung des High-Tech Netzwerks geht weit über
Deutschland hinaus. Demnächst soll von Dresden aus eine neue
Generation von Speicherchips den Weltmarkt erobern, die aus einer
Synthese aus Nano- und Werkstofftechnologie hin zur Nanoelektronik
entstehen soll. Schon profiliert sich die Sillicon Saxony e.v. im
Forschungsverbund mit IBM im weltweiten Konkurrenzkampf gegen
thematisch ähnlich aufgestellte Bündnisse aus der
japanischen Chipindustrie.
Zahlreiche Studien belegen, dass Firmen, die in
Clustern eingebunden sind, grössere Erfolgssaussichten haben
als die Konkurrenz. Übergreifende Kooperationen zwischen
Unternehmen aber auch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft werden
wichtiger, auch weil sich innovative Branchen wie Biotechnologie,
Pharma und IT zu übergreifenden Systemtechnologien
weiterentwickeln, in denen fachübergreifend investiert und
geforscht werden muss – während gleichzeitig
Produktzyklen schneller ablaufen und Entwicklungskosten steigen.
Akteure, die lange mit eigenständigen Budgets
auskamen, wie die Max Planck Institute oder internationale Firmen
müssen verstärkt zusammenarbeiten, um international
„mithalten“ zu können. Und wenn sie
institutionell zusammenwachsen könnten sich Unternehmen,
Hochschulen und Forschungsinstitute gemeinsam neue Märkte
erschließen. Sind solche Clusterbildungen ein Allheilmittel
für eine Volkswirtschaft, der es generell an Dynamik mangelt?
Wie lassen sich komplexe regionale Allianzen verschiedener Akteure aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik steuern? Und vor allem: Wie lautet
das Erfolgsrezept?
In der Theorie sollten sich Kooperationen zwischen
Industrie, Wissenschaft und Politik auf bereits ausgeprägte
regionale Stärken konzentrieren. Der Erfolg von Sillicon
Saxony basierte für Gerhard Fettweis aber weniger auf
industriellen Standortvorteilen in der Region - „die gab es
in den neuen Bundesländern nach der Wende kaum
noch“. Aus Sicht des studierten Elektrotechnikers war die
breit aufgestellte Dresdner Bildungslandschaft mit ihren sechs
Universitäten, zwanzig Fachhochschulen und elf
Fraunhofer-Instituten eine tragfähige Plattform. Wichtiger war
aber, dass die sächsische Landesregierung über viele
Jahre konsequent die Vielfalt innerhalb der angesiedelten IT-Branche
förderte, vor allem in den "wilden Neunzigern" als Start Ups
noch unter relativ ähnlichen Bedingungen miteinander
konkurrierten. „Diese prinzipielle Offenheit für
neue Akteure war besonders wichtig“, betont Fettweis.
Erklärtes Endziel der Strategie war, den
vollständigen Produktzyklus und damit die gesamte
Wertschöpfungskette in der Halbleiterfertigung in der Region
zusammen zu führen.
Weil dieses Ziel über die Jahre schrittweise
erreicht werden konnte, entwickelten sich für die einzelnen
Firmen auch immer mehr Anreize miteinander zu kooperieren. Ein quasi
natürlicher Ablauf, der nicht „top-down“
von oben verordnet werden musste. „Dafür ist aber
notwendig, betont Fettweis, „dass mutige
Neugründungen mit hohem Chancenpotential nicht von einer
Förderpolitik erstickt werden, die allein die Großen
begünstigt“.
Als etwa ein überregionaler deutscher Player
bei der sächsischen Landesregierung vorstellig wurde, um die
Ansiedlung des damals recht unbekannten amerikanischen Chipherstellers
AMD zu verhindern, behielt das Wirtschaftsministerium seine Strategie
bei, neue potentielle Mitglieder des Netzwerks konsequent zu
fördern. Das Ergebnis: Bis 2008 wird AMD –
mittlerweile mit 23 Prozent am Weltmarkt für Chip-Produktion
beteiligt –voraussichtlich acht Milliarden Euro in ihre
Dresdner Standorte mit insgesamt 3000 Mitarbeitern investiert haben.
Heute finden bekannte Firmen wie Infineon oder Qimonda
ebenso ihren Platz im Sillicon Saxony e.v. wie zahlreiche Zulieferer
für Reinraumtechnik, Spezialmaschinenbau und Siliziumwafer,
die sogar aus München oder Stuttgart nach Sachsen gezogen
sind. Ein weiterer positiver Effekt dieser breiten Aufstellung
größerer wie mittelständischer Unternehmen:
Die Zuliefererindustrie bleibt von einzelnen dominierenden
Auftraggebern unabhängiger. So gesehen war in Dresden
„Exzellenz“ nicht einfach vorhanden, sondern wurde
aktiv geschaffen - aber ohne direkten politischen Druck. Die
Entwicklung lässt sich mit dem Vorbild „Sillicon
Valley“ aus den USA vergleichen, wo über viele Jahre
die Universität Stanford Ausgründungen forcierte und
mit milliardenschwerem Risikokapital bedachte, während sich
die ersten Netzwerke in einem Radius von dreißig Meilen um
den Uni-Campus bildeten. Deswegen sollten Cluster tatsächlich
nicht am Reißbrett entstehen, wie die Cluster-Forschung gerne
betont. Doch möglicherweise spielt Geld trotzdem eine
wichtigere Rolle als oft angenommen –wenn es um
Spitzenleistungen geht. „Wir hatten auch Erfolg“,
betont Fettweis, „weil sich das sächsische
Finanzpaket für Neuansiedlungen mit Singapur vergleichen
ließ“. Für Hans-Raimund Deppe, Corporate
Vice President und Geschäftsführer von AMD Saxony
verbirgt sich hinter dieser Erkenntnis eine bittere Pille für
manchen deutschen Landespolitiker, der sich vom Cluster-Boom
für die eigene Region ein Allheilmittel verspricht, wo klamme
Budgets weiter für Sach- und Sparzwänge sorgen.
So können voraussichtlich nur sechs bis acht
der über 30 Exzellenzcluster aus dem Hochschulbereich, die in
der zweiten Runde der „Exzellenzinitative“
ausgewählt werden, finanziell spürbar
gefördert werden. Eine Finanzierung über das Jahr
2011 hinaus ist noch unklar. Zeitgleich aber „wird das
Clustern in Deutschland zum Mainstream“, beobachtet Christian
Ketels. Für den Clusterexperten der Harvard Business School in
Boston sollten Politiker trotzdem weiter vor allem die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen stärken. Da sich Cluster, dort wo
Marktkräfte regieren, aus eigener Kraft entwickeln,
wäre es verfehlt, klassische Standortpolitik zu betreiben,
also Netzwerke gewissermaßen
„züchten“ zu wollen. Clusterinitiativen
können Cluster stärken,, sollen sie aber nicht
künstlich am Leben erhalten. Stattdessen sollten Staat und
Länder spürbare regionale Entwicklungen indirekt
über Wettbewerbe fördern.
Gefragt sei vor allem der Politiker als Moderator, der
am runden Tisch sein Fingerspitzengefühl einsetzt, damit sich
Unternehmen, Universitäten und Behörden auf
gemeinsame Interessen und Ziele einigen. Hauptkriterium für
den Erfolg eines Clusters ist „die Bereitschaft zur
Zusammenarbeit“, betont Ketels. Das klingt trivial, doch nur
wenn alle Partner fähig sind, gemeinsam zu definieren, was die
Wettbewerbsfähigkeit in einer gemeinsamen Branche steigert
–zum Beispiel gemeinsames Marketing oder verbessertes
Produktmanagement- bekommt ein Verbund von Konkurrenten
überhaupt ein Gefühl für gemeinsame
Interessen und die Vorteile der Zusammenarbeit.
Was dann an konkreten Maßnahmen notwendig
wird, hängt von Fall zu Fall ab. Ein Patentrezept gibt es aus
Ketels Sicht nicht: Wichtig sei vor allem, dass sich die Akteure nicht
von staatlicher Förderung abhängig machen.
„Das ist schwierig genug, denn Geld ist immer
knapp“, sagt Ketels, während die Politik die
Cluster-Beihilfe als Steuerungsmittel entdeckt. So unterstützt
der Bund – zum Beispiel über das
Förderprogramm PROINNO II- kleine und mittlere Unternehmen bei
der Entwicklung neuer Produkte, wenn es dabei zu Kooperationen mit
Forschungsinstituten oder anderen Firmen kommt. „Trotzdem
sollte man nie der Versuchung erlegen, etwas zu tun, nur weil es
dafür staatliche Förderung gibt“ warnt
Ketels. Die Gefahr sieht auch das Essener
Rheinisch-Westfälische Institut für
Wirtschaftsforschung. In einer Analyse für den NRW-Landtag
warnen die Experten davor, dass etwa „die aktuelle Betonung
der Clusterbildung durch die EU dazu führen kann, dass Cluster
allein zu dem Zweck kreiert werden, einen geeigneten Rahmen
für den Abruf von Strukturfondsmitteln zu schaffen“.
Seit Jahren sorgen reduzierte
Fördertöpfe in der Industrie dafür, dass in
vielen Branchen eher die kurzfristige Perspektive in den Vordergrund
rückt, jede Form von Kooperation aber, ob mit anderen Firmen,
Universitäten oder Forschungsinstituten schwieriger wird. Es
hat sich herumgesprochen, dass man über Cluster wieder gut an
staatliche Fördertöpfe gelangen kann. „Das
zieht manchmal Mitläufer an, die nicht immer primär
auf Kooperation aus sind“, beobachtet Gunther Reibe, von der
Abteilung für Verbesserungsprozesse bei der ThyssenKrupp Steel
AG in Duisburg. Seit zwei Jahren engagiert sich Reibe in einem
Promotorenkreis in NRW, in dem über dreißig Partner
aus der Werkstoffbranche gemeinsame Strategien entwickeln sollen,
jenseits des kleinsten gemeinsamen Nenners - der Homepage
werkstoffcluster.org.
Aus Unternehmerperspektive verlief der Prozess eher
zäh. Bis jetzt. Trotzdem bleibt Reibe gespannt, wie die Sache
weitergeht. Immerhin verringert sich aus seiner Erfahrung die Gefahr
einer gegenseitigen Blockade, "je stärker sich die einzelnen
Mitglieder voneinander unterscheiden. Umso profilierter die Akteure,
desto mehr sinnvolle Anknüpfungspunkte“.
Gefährlich wird es hingegen, „wenn die
Organisationsstruktur so schnell wächst, dass zu schnell zu
viele Interessen unter einem Dach vereinigt werden
müssen“, beobachtet Reibe. „Oft fehlen
dann klare Regeln und Kriterien wie Interessen vereinigt werden
können“. Erschwerend wirkt auch, dass in Deutschland
immer noch diskutiert wird, was ein Cluster exakt zu leisten hat. So
spricht man in der freien Wirtschaft schon von
„Clustern“, wenn sich Unternehmen und
Zuliefererbetriebe regional vernetzen, was es beispielsweise im
Automobilbau im Prinzip immer schon gegeben hat. Ohne
wissenschaftlichen Kern laufen diese Wirtschaftscluster aber Gefahr, zu
einer Art „Vermarktungsgesellschaft für
Firmen“ zu mutieren. Leibnitz- Helmholtz- und Max
Planck-Institute hingegen bezeichnen gemeinsame Forschungsprojekte mit
Universitäten als „Cluster“, weil etwa
durch die Graduate Schools, die die Max-Planck-Gesellschaft gemeinsam
mit Universitäten gründet, die Versäulung
der deutschen Forschungslandschaft durchbrochen wird. In beiden
Varianten sind zusätzlich Kooperationen zwischen Wirtschaft
und Wissenschaft denkbar - aber nicht zwingend. International bedeutet
„Cluster“ aber genau dieses: wenn Wirtschaft und
Wissenschaft in einer Region strategische Allianzen eingehen, gemeinsam
forschen, entwickeln und gründen – was mittlerweile
als entscheidender Standortvorteil im globalen Wettbewerb gesehen wird.
An diesem Punkt hinkt die deutsche Entwicklung
international hinterher. So ist in der laufenden
„Exzellenzinitiative“ des Bundes nicht als hartes
Kriterium ausgewiesen, ob „Exellenzcluster“ aus dem
Hochschulbereich mit Partnern auch aus der Wirtschaft zusammenarbeiten.
In anderen Ländern ist das die Grundlage, um
überhaupt von „Clusterbildungen“ sprechen
zu können. Deswegen wird es jetzt nicht genügen,
jetzt einige Good-Practice-Beispiele und Einzelprojekte zu
prämieren, damit in Zukunft Wirtschaft und Wissenschaft
tatsächlich auf breiterer Ebene miteinander kooperieren. Um
dies zu erreichen, sieht etwa Hamburgs Wissenschaftssenator
Jörg Dräger zuerst die Politik in der Pflicht, sich
bei ihren Fördermaßnahmen radikal vom allzu bequemen
Gieskannenprinzip zu verabschieden. Dräger, will in Hamburg
„echte Cluster“, zum Beispiel im Nano-
Medizintechnik- oder Logistikbereich bei ihrem Findungsprozess
moderierend begleiten. Aus seiner Sicht müssen Bund und
Länder „Priorisierungen mutiger bewerben:
„Exzellenzcluster, die den Namen wirklich verdienen,
können nur konsequent unterstützt werden, wenn nicht
überall sonst gleichermaßen verteilt werden muss".
Deswegen hat Politik der Öffentlichkeit zu vermitteln, warum
die entschlossene Förderung von Exzellenz so wichtig
für die internationale Wettbewerbsfähigkeit geworden
ist".
Diesem Trend zur Ungleichheit werden in Zukunft vor
allem viele kleinere Hochschulen nicht mehr entkommen. Schon durch die
Föderalismusreform haben sich die Unterschiede weiter
ausgeprägt. „Kleine Universitäten erhalten
gerade noch ein Hundertstel des Budgets, welches für die
Münchner LMU bereitgestellt wird“, betont Ernst
Ludwig Winnacker, Präsident der DFG. Dabei brillieren im
DFG-Ranking auch nicht bekannte Hochschulen in ausgewählten
Disziplinen, zum Beispiel Erlangen-Nürnberg in der Medizin.
Werden Humbolds Erben in einen destruktiven
Verdrängungswettbewerb gedrückt? Nicht wenn sie die
Krise nutzen und gezielt mit Wirtschaftsclustern aus der eigenen Region
zusammenarbeiten. „Cluster die sich im Umfeld der eigenen
Universität finden, könnten sich sogar zum
Rettungsanker der deutschen Hochschullandschaft entwickeln“,
hofft Dr. Wilhelm Krull, Geschäftsführer der
Volkswagen Stiftung. Dazu müssten aber Universitäten
ihre kompetentesten Fakultäten im Bereich
naturwissenschaftlicher Forschung stärken, damit sie Partnern
aus der Industrie attraktive Forschungsprojekte anbieten zu
können.
Das Ziel wäre, eine
„Universität der Zukunft“, die als
Impulsgeber und Netzwerkbetreiber sich in regionalen Clustern
engagieren kann und aktives Wissensmanagement für die eigene
Region betreibt. Eine echte Herausforderung! Denn Hochschulen werden
für unabhängige Forschungsinstitute oder für
Partner aus der Industrie letztendlich nur attraktiv, wenn sie in ihren
Gremien und Berufungskommissionen Bürokratie und
Entscheidungsprozesse abbauen. Und viele Universitäten werden
sich vom breit angelegten Fächerkanon und von der gewohnten
Rolle Zentralbank des Wissens zu sein, verabschieden müssen.
Ein schmerzhafter Prozess. Schon wird in der DFG darüber
nachgedacht, ob Fächer wie Jura oder Pharmazie an die
Fachhochschulen abgegeben werden sollten – damit
Universitäten bei der Auswahl ihrer (überlebenden)
Lehrstühle, noch stärker thematische Schwerpunkte
setzen können. Dabei sollten aber auch Fachhochschulen
eigentlich mehr Profil gewinnen, indem sie in der Lehre die
unternehmerischen Stärken der eigenen Region besser abbilden,
um als Partner attraktiver für Wirtschaftscluster zu werden.
Doch nicht nur die Hochschullandschaft hat Defizite
aufzuweisen und ist zugleich in Zukunft auf stärkere
Kooperation „mit der anderen Seite“ angewiesen.
Denn mittlerweile entwickeln selbst renommierte Unternehmen oft nur
noch immer neue Varianten ihrer gleichen, altbekannten Produkte weiter
– und nennen das „Forschung“.
Über gezielte Kooperationen mit Forschungsinstituten und
Universitäten könnten selbst international
aufgestellte Firmen wieder an frisches Wissen gelangen. Stattdessen
wird das Wissen bei den Firmen rar und das Geld für die
Universitäten knapp – eigentlich eine hervorragende
Basis für mehr Kooperation. Jörg Dräger
erwartet jetzt von beiden Seiten, „ihre Hausaufgaben schnell
zu erledigen“. An den Hochschulen ist mutige
Schwerpunktsetzung in der eigenen Forschung gefragt und eine rasche
Klärung – die jede Universität mit sich
selbst leisten muss – ob man überhaupt
Verträge mit der freien Wirtschaft abschließen will,
und wenn ja, ob die Abwicklung rechtlicher Fragen, wie etwa Property
Rights und Lizenzverhandlungen selbst geleistet oder besser ausgelagert
werden sollten.
Von der Wirtschaft hingegen erwartet der Hamburger
Wissenschaftssenator, „die „Fähigkeit zu
langfristigen Engagements und damit zum Dauerlauf“. In
Clustern wird der Break Even eben nicht nach sechs Monaten erreicht.
Dräger: „Es geht um jahrelanges Engagement. Wer
Angst davor hat, dass Wissen oder Mitarbeiter im Cluster auch mal
wechseln können, ist nicht bereit zur Kooperation“.
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